Hubertussee und Mauerweg (Bezirk Reinickendorf)

Dieser 12. April 2015 ist ein Sonntag wie jeder andere...

...Ostern ist vorbei, die Ferien sind zu Ende und das Wetter...das spielt mit 😉

Über den Hubertussee habe ich schon ein paar mal geschrieben...hier fahre ich gerne hin und dann meistens mit meiner Freundin. Wenn wir uns an einem Wochenende für den Hubertussee verständigen, dann ist klar, wir beide brauchen eine Auszeit vom üblichen Tagestrott...wir wollen die frische Luft genießen und vielleicht den Kuckuck hören!

Der Kuckuck war für uns dieses Mal nicht zu hören...ok, dafür waren wir wahrscheinlich auch zu spät unterwegs, aber diverse Vögel gaben ihr Bestes. Welche das genau waren, weiß ich nicht 100%ig, aber ihnen zu lauschen, ist immer wieder wunderschön.

Schon bei der Ankunft war alles etwas anders...so viele Fahrzeuge standen dort, das ließ auf viele Spaziergänger schließen. Und tatsächlich waren etliche Gruppen unterwegs, was uns dazu veranlasste, die übliche Route zu verlassen und "Neuland" zu betreten!!!

Interessant ist es für mich, wie schnell mir Gespräche anderer Spaziergänger auf die Nerven gehen und ich mich gewissermaßen gestört fühle...da muss ich wohl noch an meiner Gelassenheit arbeiten 😉

Die neue Route war genau richtig! Hier sind wir nur ganz wenigen begegnet und ansonsten waren wir doch eher alleine. Die Ruhe und dann die feinen Geräusche der Natur....das leichte Rauschen der Bäume im Wind...die singenden Vögel...ach ja....schöön

Hinter dem Hubertussee sind wir in Richtung Bergfelde und auf dem ehemaligen Mauerstreifen, den man doch ganz gut noch erkennen kann, entlang. Wir kamen zu einer Bank mit 3 Sitzflächen...mein erster Gedanke war: "Sind wir hier am Drei-Länder-Eck?" Na ja, so ähnlich! Wir standen am Denkmal für die Deutsche Einheit...zum 25. Jubiläum des Mauerfalls wurden hier 4 Bäume gepflanzt, die alle eine Bedeutung haben:

Die Kiefer steht für den Osten, die Buche für den Westen, die Eiche für das vereinte Deutschland und schließlich die Linde für Europa.

Ja, das hat mich beeindruckt und ich wusste gar nicht, dass dieses am 9. November 2014 dort eingeweiht wurde...so kann's gehen!

Unser Weg führte uns weiter auf dem ehemaligen Mauerstreifen. Wenn ich es ganz genau nehme, sind wir schon in Brandenburg unterwegs gewesen, denn wir sind hinter der ehemaligen Berliner Mauer entlang gelaufen, aber da will ich mal nicht so kleinlich sein.

Auf einem Teilstück standen diverse relativ frisch gepflanzte Bäume...was war das? Ein Hinweisschild gab uns die Aufklärung...hier haben Brautpaare nach ihrer Hochzeit einen Baum gepflanzt. Weiß nicht, ob das ein spezieller Brauch ist, bisher kannte ich diesen nicht...irgendwie fand ich das aber ganz spannend. Die Frage kam auf, ob diese Ehen noch bestehen oder ob nur der Baum noch davon übrig geblieben ist...tja, die Antwort wird wohl offen bleiben

Wir sind also quer durch den Wald...leichte Steigungen hier und da...sehr angenehm zu laufen, wenn man keine Probleme mit dem Gehapparat hat. So fernab der üblichen Routen machte es richtig Spaß, die Natur aufzunehmen...mit allen Sinnen!

Letztlich sind wir zurück auf den asphaltierten Mauer-Gedenkweg gegangen. Vereinzelte Hinweistafeln lassen einen die Geschichte dieses Ortes ins Gedächtnis rufen. Der alte Wachturm, der jetzt von der Waldjugend genutzt wird, ist ebenfalls ein Zeitzeuge...frisch gestrichen wirkte er gar nicht mehr so bedrohlich wie früher.

Unser Weg führte uns wieder zum Hubertussee...wir drehten unsere Runde und entdeckten immer wieder tierische Leichen...Frösche/Kröten (der Unterschied ist mir gerade nicht klar) um genau zu sein. Bei vergangenen Besuchen haben wir schon öfter eine Menge Frösche/Kröten gesehen, aber jetzt war das doch eher irritierend. Diese Leichen waren nicht plattgetreten = nicht zerquetscht, sie sahen eher ausgetrocknet aus. Ich bin kein Spezialist dafür, aber unheimlich war das schon...bei einer oder zwei Leichen wäre uns das nicht mal aufgefallen, aber alle paar Meter? Hmmm....sehr mysteriös!

Den üblichen Joggern, Spaziergängern, Radfahrern begegneten wir auch...Hunde lieben das Gewässer, vor allem, wenn Herrchen/Frauchen einen Stock oder Ball ins Wasser werfen (auch wenn das auf vielen Schildern genau das verboten deklariert ist)...interessant war auch eine Gruppe, die gegrillt hat...hmm...im Wald...tja, keine Ahnung, ob das erlaubt ist!

An einem Ufer entdeckten wir wieder Frösche/Kröten...dieses Mal im Wasser...nicht nur eine, nein Dutzende! Die Paarungszeit haben wir wohl erwischt, denn wir haben nicht nur Kämpfe beobachten können, sondern auch interessante Stapelbildungen 😉 Wir schlichen am Ufer entlang und auf einmal saß ein Frosch/eine Kröte direkt vor mir...hüpfte auf mich zu und ich erschreckte etwas. Am Ufer fanden sich bei genauem Hinsehen immer mehr Frösche/Kröten...bei jedem Schritt mussten wir aufpassen, niemanden zu zertreten. Daher zogen wir uns von dort zurück...es war faszinierend und unheimlich zugleich!

Sehr schade, dass viele der Spaziergänger diese Entdeckung gar nicht gemacht haben und am Ufer entlang liefen...kein Blick nach unten, keine Wahrnehmung dieses Naturschauspiels...Hauptsache, der Hund hat seinen Auslauf (mache den Hunden keinen Vorwurf, aber den Besitzern)...sehr schade.

So war aus diesem "Sonntag wie jeder andere" doch ein spezieller Sonntag geworden. Ich denke, wir sollten nie davon ausgehen, dass ein Tag so wie der andere verläuft 🙂

Links zum Ort

Wikipedia - Hubertussee
Berlin-Stadtentwicklung - Ausflugstipp Hubertussee

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Bildergalerie

Orientierung

Adressen des Ausflugsortes

Hubertussee 60
13465 Berlin

Seestraße 17
16562 Hohen Neuendorf

Erreichbarkeit ÖPNV

Hubertusweg
Bus 125
und dann ca. 1 km zu Fuß

Bergfelde, Ahornallee
Bus 809
und dann ca. 1 km zu Fuß

S Frohnau
S-Bahn S1,
Bus 125
und dann weiter mit dem Bus 125

S Bergfelde (b Bln)
S-Bahn S8,
Bus 809
und dann ca. 1,9 km zu Fuß oder weiter mit dem Bus 809

U Alt-Tegel
U-Bahn U6
Bus 124, 125, 133, 220, 222
und dann weiter mit dem Bus 125

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