Volkspark Rehberge (Bezirk Mitte)

Diesen Ausflug habe ich schon öfter aufgrund von miesem Wetter verschoben,...

...doch dieser Dienstag -28.10.2014- war genau der richtige Tag. Die Wetter-Prognose war gut und auch als ich am Morgen aufstand, fühlte ich mich bestätigt: Heute ists soweit!

Mit dem Bus bin ich bis zur Otawistraße gefahren und habe zuerst meine Ausrüstung ausgepackt.

Der Volkspark Rehberge war in meiner Kindheit oft Ziel von Ausflügen und auch mit der Schule war ich das eine oder andere Mal dort. Hier war immer was los....auf den großen Wiesen...im Fußballstadion...im Winter auf der Rodelbahn...die Freigehege der Wildschweine und vom Dammwild...der Spielplatz....Drachen steigen lassen...ja, mit dem Rad oder Auto waren wir schnell da!

Heute wollte ich sehen, was aus all diesen Orten geworden ist...Los geht's!

Die große Wiese (Ketscher Wiese) war mein erstes Ziel, welches ich schnell erreichte. Nachdem ich durch die Unterführung lief, das (geöffnete) Parkcafé rechts liegen ließ und die Ketscher Statue fotografierte....da lag sie vor mir, die große Wiese....und...ich gestehe, ich hab nen Schreck bekommen! Auf dieser Wiese wurde immer Fußball gespielt oder Hunde durften Frisbees fangen und noch viel mehr....doch hier saßen nur ein paar Leute auf einer Bank und Hunde wurden Gassi geführt...diese vormals tolle Spielwiese ist jetzt...eine wild zugewucherte Fläche! Ich kenne die Pflanzen nicht, die da (teilweise über 1m hoch) wachsen...ein paar Trampelpfade führen durch die "Wildnis".

Also, auf der "Wiese" mag ich auch nicht spielen...nur die Bäume um die Wiese herum, machten diesen Ort fotogen. Meine Güte, was ist hier nur passiert?

Den ersten Schrecken hatte ich verarbeitet...zum großen Spielplatz bin ich dann und habe die Veränderung sehen können. Ja, ein normaler Spielplatz eben...Rutsche, Kletter-Schiff und einen kleinen Leuchtturm gibt es jetzt...moderner...mehr nicht. Riesige Blätter weckten mein Interesse und ich machte ein paar Experimente.

Mein weiterer Weg führte mich durch die hügelige Landschaft zu den Tiergehegen....großzügig und mit vielen Rückzugsgebieten für die Tiere. Anfangs habe ich kein einziges Tier gesehen, dann zeigte sich das Wild und verschwand auch gleich wieder.

An den Gehegen begegnete ich einem Vater mit seinem Kind...ich ging an den beiden vorbei und kurz darauf bemerkte ich, dass das Kind mir folgte. Daraufhin drehte ich mich zu den beiden..."bin ich für dich interessant?" Der Vater lachte und meinte, dass sonst nur er mit so einer Kamera herumlaufe und das jetzt natürlich interessant sei. Ich ging zu den beiden und ging etwas in die Knie. Der kleine schaute mich mit großen Augen an und ich:"willste mal schauen?" Und hielt die Kamera hin...auf dem Bildschirm hatte ich ein Foto angezeigt. Der Vater: "mag man gar nicht glauben, dass das hier in Berlin ist!" Im weiteren Gespräch erfuhr ich, dass der kleine gerade mal ein Jahr ist und seine ersten Schritte macht...sah definitiv schon ganz gut aus...also, die Schritte des Kindes! Wir wünschten uns gegenseitig einen schönen Tag und gingen in unterschiedlichen Richtungen weiter.

Auf dem Gelände des Wildgeheges entdeckte ich riesige Pilze...mit meinem Tele kam ich nicht richtig gut heran, die Umzäunung war ebenfalls hinderlich...ich war echt beeindruckt von der Größe und konnte gut sehen, wie die Tiere daran vorbei trabten.

Zu den Wildschweinen ging ich und suchte im Gehege nach den Tieren. Es war gar nicht so einfach, eines zu entdecken....war wohl gerade Mittagsruhe 😉

Am unteren Ende der Rodelbahn stand ich nun...ich blickte hinauf und dachte: "Dass ich als Kind hier (manchmal mehrfach hintereinander) hinaufgelaufen bin, kann ich mir jetzt nicht mehr vorstellen!" Ja, so ist das, wenn man alt wird!

Ich bin den indirekten Weg nach oben gelaufen...durch den Blätterwald...die Herbstfarben sind doch immer wieder schön anzuschauen. Oben angekommen, stand ich vor der riesigen Schraube...so sieht der Rathenau-Brunnen dort oben zumindest aus. Der Blick von oben auf die Rodelbahn brachte mir sofort Bilder in den Kopf....verschneit und viele Kinder mit ihren Schlitten oder Ski. Zur Zeit der Mauer waren die Rehberge im Winter für alle Wintersportler beliebt...auch Langläufer kamen in diesem großen Gelände auf ihre Kosten...ob das heute noch so ist, weiß ich nicht, könnte ich mir jedoch vorstellen.

Vom Rodelberg aus habe ich meinen Rundgang durch den Park fortgesetzt. Der Park ist nicht nur durch sein hügeliges Gelände geprägt, sondern auch durch die wirklich großen Wiesen rundherum. Über eine dieser großen Wiesen bin ich gelaufen und da war doch tatsächlich ein Mädchen, welches versuchte, einen Drachen steigen zu lassen. Während ich sie sah, kam der Drache nur selten gut in die Höhe, was wohl am fehlenden Wind lag. Die Sonne war hier gnadenlos...ich fand es sehr angenehm, denn die Wege im Schatten waren doch eher kühl und hier auf der Wiese bot sich die Gelegenheit, wieder etwas Wärme zu tanken. Ich blieb stehen, tankte auf und ließ meinen Blick wandern....

Schließlich kam ich an einen Gedenkstein, auf dem stand, wann und wie der Park entstanden war. Es war interessant zu lesen, dass der Park mal eine "Sandwüste" war und in den Jahren 1926-29 durch 1000 seinerzeit Arbeitslose aufgebaut wurde...Verantwortliche und Architekten wurden benannt... 

Querfeldein ging es zu den nächsten Punkten auf meiner Route. Schon als ich den Park betreten hatte, war mir der eine See aufgefallen. Dieser langgezogene See heißt Möwensee...gesehen habe ich nur Enten 😛 Egal, durch den Schatten war es nicht nur kühl, sondern auch sehr dunkel...extremer Gegensatz zum starken Sonnenlicht...nun ja, irgendwas ist ja immer!

Nach diesem See kam ich an der Freilichtbühne Rehberge vorbei...ich glaube, sie wird in den Sommermonaten eher als Freiluftkino betrieben...1500 Plätze (oder mehr?) sind schon nicht schlecht. Hinein konnte ich nicht, daher bin ich weiter zum Sperlingsee und Entenpfuhl. Ersterer ist sehenswerter als der zweite, in dem das Wasser etwas milchig wirkte.

Hier endete mein Rundgang.

Viele der Bezeichnungen für die Wiesen, Seen usw. musste ich nachlesen, denn als Kind war es mir egal, wie diese bezeichnet sind...ich war in den Rehbergen, alles andere Interessierte nicht.

Mein Fazit? Trotz einiger Irritationen aufgrund meiner Kindheitserinnerungen zu heute muss ich sagen, dass ich den Volkspark Rehberge als Ort für eine Auszeit (mit oder ohne sportliche Aktivitäten) doch empfehlen kann....das weitläufige Gelände bietet viel Abwechslung.

Links zum Ort

Volkspark Rehberge - Wikipedia
Senatsverwaltung Stadtentwicklung/Umwelt - Volkspark Rehberge
Freiluftkino Rehberge - Homepage
Geschichte Berlins - Rehberge

Die Bilder können...

…können bei mir käuflich erworben werden (Preise).

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Bildergalerie

Orientierung

Adressen des Ausflugsortes

Windhuker Straße
Petersallee
Otawistraße 39
Transvaalstraße
Dohnagestell
13351 Berlin

Charles-Corcelle-Ring 25
13405 Berlin

Erreichbarkeit ÖPNV

Nachtigalplatz
Bus 221
und dann 4-6 min Fußweg

Ottawistr.
Bus 221

Transvaalstr.
Bus 221

Julius-Leber-Kaserne
Bus 128, M21
und dann ca. 12-15 min Fußweg durch die Kleingärten

U Rehberge
U-Bahn U6
und dann ca. 8-10 min Fußweg über die Otawistraße

U Kurt-Schumacher-Platz
U-Bahn U6,
Bus 122, 125, 128, 221, M21, X21
und dann weiter mit dem Bus 221 (Richtung U Leopoldplatz)

U Afrikanische Straße
U-Bahn U6,
Bus 221
und dann weiter mit dem Bus 221 (Richtung U Leopoldplatz)

U Leopoldplatz
U-Bahn U6, U9,
Bus 120, 142, 221, 247, 327
und dann weiter mit dem Bus 221

Virchow-Klinikum
Bus 106,
Tram 50, M13
und ca. 5-7 Min Fußweg

Seestr./Amrumer Str.
Bus 106, 221,
Tram 50, M13
und dann weiter mit Bus 221 (Richtung Märkisches Viertel) oder ca. 10-12 Min Fußweg

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