Gärten der Welt (Bezirk Marzahn-Hellersdorf)

Donnerstag....das Wetter meint es gut mit meinem ehem. Kollegen und mir.

Ja, wir sind mal wieder gemeinsam unterwegs und mit der Kamera "bewaffnet".

Kurz vor Öffnung des Parks sind wir nicht einmal die ersten, die hinein wollen....allerdings sind wir die ersten, die eine Karte kaufen wollen! Die anderen haben anscheinend Jahreskarten und kommen schneller hinein.

Der Park ist bei Schulklassen und Kindergarten-Gruppen beliebt, weil dieser nicht nur interessant ist, was die unterschiedlichen Garten-Bepflanzungen betrifft, sondern weil auch verschiedene Spielplätze (zumindest die Kinder) zum Verweilen einladen!

Nun, in der Hoffnung, den quirligen Mengen zu entgehen und die einzelnen Gärten in Ruhe genießen zu können, sind wir schnell zum Orientalischen Garten gegangen, der gleich rechts vom Haupteingang liegt.

Der Orientalische Garten

...ist ein Highlight....bereits der Eingang ist wunderschön. "Der Saal der Empfänge" ist mit den Holzschnitzereien ein wahrer Hingucker....der Übergang zum eigentlichen Garten ist atemberaubend, wenn man die Augen an die Decke richtet...wow! So richtig auf ein Foto bannen, kann man diese Decke nicht, da sie einen 3D-Effekt hat, der per Foto einfach nicht rüberkommt.

Der Garten selbst wirkt sehr symmetrisch und die Wasserspiele geben ihm einen speziellen Charme, aber auch die Pflanzen - die Blumen, die Orangen, Früchte, Kräuter...ach, ja....lädt zum Träumen ein. Im Mittelpunkt steht ein kleiner Pavillon, der nicht begehbar ist...sicher auch besser so! Die Decke des Pavillons ist mit farbigen Holzornamenten verziert und eine Brunnenschale steht direkt darunter...sie ist sozusagen die Quelle für die 4 Wasserbecken, die rundherum angelegt sind.

Nach dem Orientalischen Garten ging es weiter...das Blumentheater, welches schon an ein Amphitheater erinnerte (liegt neben dem Labyrinth)....dann der Karl-Foerster-Staudengarten, in dem uns eine Ente mit ihren Jungen überraschte, welche in dem kleinen Wasserbecken mitten im Garten planschte.

Der Japanische Garten war eigentlich unser nächstes Ziel, doch zu unserer Überraschung öffnete dieser erst um 12 Uhr und dafür waren wir einfach zu früh dran 🙂 Wir änderten unseren Plan und gingen zum Koreanischen Garten.

Im Koreanischen Garten

...gibt es verschiedene "Stationen", so möchte ich das mal nennen. Zum einen ist es die Architektur....die kleinen Mauern, die Verzierungen, die Tore...zum anderen die Einbindung der Natur mit dem Bach, der in einen kleinen Teich verzweigt. Die Anordnung der Büsche und Bäume auf dem Gelände sind sehr harmonisch zum Haus, welches auf einem kleinen Hügel steht....letzterer erinnert in der Ansicht dem Gebirge....so soll es sicher auch sein 🙂

Der Christliche Garten

Ich muss gestehen, dass unser nächster Garten mein ganz persönliches Highlight ist....der Christliche Garten. Eine hohe Buchenhecke umschließt den Garten, was mich an hohe Klostermauern erinnert....der Kloster-Gedanke wird im Inneren auch deutlich, der Wandelgang ist sehr besonders. Dieser Wandelgang besteht aus Bibelversen und philosophischen Sprüchen sowie Gedanken...die Buchstaben bilden das Gitter des Ganges und sind mit ihrer Goldfarbe ein starker Kontrast zum blauen Himmel...dieses Bild bot sich uns/mir zumindest! Durch das Buchstaben-Gitter sieht man den Klostergarten...sehr klassisch und angenehm. Lange kann man hier verweilen, schon alleine, um die Sprüche und Verse zu lesen bzw. sie zu entziffern 🙂

Der Chinesische Garten

Nach diesem mich etwas nachdenklich stimmenden Ort ging es weiter zum Chinesischen Garten...auf den hatten wir uns beide sehr gefreut. Wir haben uns zunächst in das Restaurant begeben und uns am kleinen Teich/See platziert....Tee trinken, ja, das passte jetzt gut....ein sehr entspannender Ort und der Tee schmeckte sehr lecker!

Die Sonne knallte regelrecht auf unsere Köpfe und daraufhin haben nicht nur wir den Schirm nahe unseren Tisches geöffnet 🙂 An diesem Platz hätte ich noch länger sitzen können.....aber längere Pausen können einem ja doch aus dem Tritt bringen...meine alten Knochen....seufz 😛

Der Chinesische Garten ist ein Schmuckstück und meines Wissens auch einer der ersten angelegten Gärten. Das Restaurant, der Shop und alle Gebäude sind im entsprechenden Stil und schön anzusehen. Im Teich/See schwimmen einige Koys, die durch ihre Färbung definitiv im Gewässer auffallen. Die Bepflanzung rund um den See mit verschiedenen Sträuchern und Bäumen (z. B. Trauerweiden) lassen mich von diesem Garten schwärmen....sehr harmonisch und gewissermaßen entspannend....hier kann man gut zur Ruhe kommen.

Der Renaissance-Garten

Ein weiterer Weg führte uns zum Italienischen Renaissance-Garten....ja, gesehen haben wir ihn...umgehauen hat er uns nicht...lag vielleicht ein wenig darin, dass er an manchen Stellen ungepflegt wirkte und vielleicht auch daran, dass wir vorher im Chinesischen Garten waren... Ok, es muss einem ja auch nicht alles gefallen 🙂

Der Japanische Garten

Wieder quer durch den Park ging es nun endlich zum Japanischen Garten....da konnten wir erst ab 12 Uhr rein (jetzt wissen wir das auch!). Der Garten passt sich gut in die (künstlich angelegte) Berglandschaft ein. Ein langer Weg führt einmal durch den Garten, gleiches gilt für einen kleinen Wasserlauf, der wie eine Quelle beginnt. Der Rundgang endet so, wie man sich einen japanischen Garten vorstellt...mit einem Steingarten. Die Präzision, mit der der Kies geharkt wurde...faszinierend! Ein Pavillon aus Bambus bietet Schutz und Schatten...Bänke sind dort eingearbeitet und diese geben die Möglichkeit, den Garten (ggf.  Meditativ) auf sich wirken zu lassen....sofern nicht gerade eine Schulklasse sich den Garten anschaut 🙂

Der Balinesische Garten

Unsere letzte Station des Tages war der Balinesische Garten, der Links neben dem Haupteingang liegt. Der Balinesische Garten ist in einem Gewächshaus und es sind etwas andere Temperaturen dort....ok, wenn draußen 40°C sind, dann merkt man den Unterschied wahrscheinlich nur anhand der Luftfeuchtigkeit und im Winter kann man sich dort gut aufwärmen 🙂 Im Garten ist ein balinesisches Wohngebäude nachempfunden bzw angedeutet und Tempelschreine auf einer leicht höheren Ebene aufgebaut. Der Urwald drum herum besteht aus Farnen verschiedenster Ausführungen...u. A. Als Baum....die Orchideen sind hier in einer tollen Farbvielfalt zu sehen....es gibt auch andere Blüten, dessen Namen mir jetzt nicht so geläufig sind. Ich denke aber, dass ich viele der Pflanzen schon mal in gut sortierten Pflanzencentern gesehen habe...klar, die wirklich seltenen und exotischen Exemplare natürlich nicht!

Ja, diesen Park mag ich....viel Platz...alles gesehen haben wir nicht, aber wir waren nah dran 🙂 Bauarbeiten für neue Gärten waren bereits zu sehen...bin gespannt, wie sich dieser Park weiterentwickelt.

Mein Fazit: Unbedingt Wiederkommen! Dieser Park hat viel zu bieten...und wenn man sich darauf einlassen kann, dann ist es möglich, die Schönheiten jeden einzelnen Gartens zu erkennen und zu genießen.

Links zum Ort

Gärten der Welt - Homepage Wikipedia Berlin.de VisitBerlin
Grün-Berlin - Homepage - IGA 2017

Bildergalerie

Orientierung

Adressen des Ausflugsortes

Haupteingang "Kienbergpark"
Hellersdorfer Straße 145
12619 Berlin

Haupteingang "Gärten der Welt"
Blumberger Damm 73
12685 Berlin

Nebeneingang "Eisenacher Straße"
Eisenacher Str. 99
12685 Berlin

Ausgang "Süd"
Siegmarstraße 65
12683 Berlin

Erreichbarkeit ÖPNV

Eisenacher Str./Gärten der Welt
Bus 195

U Kienberg (Gärten der Welt)
U-Bahn U5,
Bus 195

Blumberger Damm/Eisenacher Str.
Bus 195, X69
und dann weiter mit dem Bus 195 oder zu Fuß ca. 5 Minuten

U Cottbusser Platz
U-Bahn U5,
Bus 195
und dann weiter mit dem Bus 195

S Marzahn
S-Bahn S7,
Tram 27, 62, M17, M6,
Bus 191, 192, 195
und dann weiter mit dem Bus 195

Landsberger Allee/Blumberger Damm
Tram 27, 62, M17, M6, M8,
Bus 195, 197, X69
und dann weiter mit dem Bus 195

U Hellersdorf
U-Bahn U5,
Tram M6,
Bus 195
und dann weiter mit dem Bus 195

2 Kommentare

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